Film

 

Maria Manasterny, artist, art, film, screening, still, Better Safe Than Sorry

Better Safe Than Sorry | HD-Video | Found Footage | 8:30min | 2018
In jüngster Zeit finden wir eine Vielzahl von Bewegungen, in denen sich Subjekte engagieren, die zwischen der Angst vor der endgültigen Apokalypse und der Sehnsucht danach changieren. Es sind diejenigen, die am Rand der Gesellschaft wohnen und prekär in ihr beheimatet sind, die sich einen radikalen Wandel so sehr wünschen, dass er ihnen als alternativlose Fantasie erscheint, vor der sie sich zugleich real fürchten; und sich entsprechend vorbereiten. Diese ‚Prepper‘ (Vorbereiter) und ihre Übergangsfantasien sind der Gegenstand der Mockumentary ‚Better safe than sorry‘, die ihre Akteure allerdings nicht bloßstellt, sondern den Wahn- und Aberwitz von Endzeitgelüsten porträtiert und den Zuschauer mehr und mehr in ein seltsames Bunker-Universum entführt.

 

 

Das Leben vom Diwan aus |HD-Video | Realfilm, Found Footage | 22 min |2017
Realität und Fiktion verschwimmen in dem Experimentalfilm „Das Leben vom Diwan aus“. Die Arbeit handelt von einer Frau, die an einer schweren Lungenkrankheit leidet.
Traumartige Seqeuenzen dienen als fantastischer Erzählrahmen: Wer ist die Frau,
deren Stimme wir hören? Was hat sie erlebt? „Die ganze Zeit denke ich, es muss doch was getan werden“ sagt diese Stimme. „Genau jetzt.“
Der Film thematisiert die Orientierungskosigkeit des Einzelnen in Anbetracht des körperlichen Totalausfalls. Die Protagonistin kann nicht mehr alleine schlafen,
zu groß ist die Angst vor der Atemnot. Der beschwerliche Gang zum Jobcenter
wird zum Spießrutenlauf. Was bedeutet es in unserer Gesellschaft krank zu sein?

 

 

The Plates | HD-Video | Realfilm, Stop-Motion, Found Footage | 12 min | 2016
The Plates geht Fragen der modernen Arbeitsethik nach: Wie sehr wird der Wert
eines Menschen an seiner Nützlichkeit bemessen? Wo ist die Grenze zwischen Selbstoptimierung und Ausbeutung?
Erzählt wird eine Groteske, in der ein Mann nichts als leere Teller zu essen bekommt.
Diese muss er als lebende Maschine Nacht für Nacht in materiellen Nachschub für eine Gesellschaft verwandeln, die ihn umso rückhaltloser ausnimmt je schneller er wird.
Der musikalische Rhythmus des Schnitts folgt virtuos dem Takt der Mensch-Maschine bis hinein in ein immer wahnsinnigeres Universum.

 

 

 

Whatever will be will be | HD- Video | Stop Motion-Animation | 2 min | 2014
In Whatever will be will be werden Menschen für ein heteronormatives Leben zwischen (Re-)Produktion und Kaufrausch optimiert.

 

 

 

 

 

 

Argos Augen | HD Video | Realfilm, Fotografie und Found Footage | 6min | 2014
Argos Augen ist ein Experimentalfilm über meinen Vater, der an restless legs
und damit verbundener Schlaflosigkeit litt: „Die Beine rasen“ mit dem Körper
durch Tag und Nacht „und ziehen den Kopf hinter sich her.“
Langsam aber kontinuierlich verschieben sich Alltagsrhythmen, Wahrnehmungen
und familiäre Beziehungen. Tag und Nacht beginnen einander zu durchdringen, begleitet von einem nicht enden wollenden Schlaflied in Dauerschleife.

 

 

 

 

Vielleicht ist die Zeit ein Axolotl
HD- Video | Paint-on-glass-Animation, Stop Motion, Realfilm | 7min | 2014
Angelehnt an die Ästhetik des film noir und an das Märchen „Das Mädchen
ohne Hände“ zeichnet der Animationsfilm die Geschichte eines Mädchens nach,
das einen Weg sucht, um sich aus einer gewalttätigen, albtraumhaften Realität
zu befreien.
Labyrinthische Strukturen werden in Malereien auf Glas und mittels
Stop-Motion-Collagen lebendig. Changierend zwischen Abstraktion und Narration wird der Betrachter in ein zugleich fantastisches wie bedrohlich wirklichkeitsnahes Universum geführt.

 

 

 

Spinning Real | HD Video | Realfilm, Paint-on-glass-Animation and Stop-Motion | 4min | 2013
„Spinning Real“ lotet die Grenzen einer konsistenten Identität und (Selbst)wahrnehmung aus. In animierten und direkt gefilmten Sequenzen werden scheinbar reale Erinnerungen mit Imaginationen verflochten und entfalten eine unheimliche Atmosphäre.